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Kulturwissenschaftliche Fakultät

Fachgruppe Soziologie

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Aktivitäten

Soziologie im Gespräch

Tagung Zünfte und Gilden: Genossenschaften 1.-3. November 2019Einklappen

Genossenschaften – ein alter Hut oder hochaktuell?

Bericht zur Tagung über „Zünfte und Gilden: Genossenschaften – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ der Arbeitsgruppe „Genossenschaftsforschung“

Auf der zweiten Tagung des Forschungsprojektes zu „Seniorengenossenschaften“ im November 2019 ging es dieses Mal nicht nur um die Gegenwart von Genossenschaften im Spezielleren, sondern auch um deren Vergangenheit und Zukunft im Allgemeinen. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Polen und Italien, aus Wissenschaft und Wirtschaft setzten sich drei Tage lang mit dieser Thematik auseinander. Dabei gab es anregende Vorträge zu den Entstehungsumständen, Zielen und der Bedeutung von Genossenschaften für eine Gesellschaft und im Anschluss an diese mehrere, vergleichende Diskussionsrunden. Letztere führten nicht selten bis in die Gespräche der gemeinsamen Pausen und Abende hinein. Am Ende der Tagung standen folgende drei Fragen im Raum, die einer fortführenden Diskussion bedürfen:

  • Mit welchen Regeln können Menschen etwas zur gemeinsamen Herstellung kollektiver Güter beitragen, ohne dabei groß in Konflikte zu geraten?
  • Wie stabil können Versorgungsstrukturen genossenschaftlicher Vereinigungen eigentlich sein?
  • Wie viel Macht haben Genossenschaften heutzutage noch im Gegenüber des Kapitalismus?

Lesen Sie hier den gesamten Bericht

Interview mit Frau Professor Ziege 4. August 2019Einklappen

Frau Prof. Ziege wurde im Deutschlandfunk Kultur in der Rubrik Sein und Streit zu Adornos "Studien zum autoritären Charakter" interviewt.
Das Interview zum Nachhören

Exkursion Berlin 21.-23. Juli 2019Einklappen

Am 21. Juni 2019 begab sich die vierköpfige Gruppe der von Prof. Ziege veranstalteten Lehrforschung für eine zweitägige Exkursion nach Berlin. Das Ziel war das Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität. Vor Ort wurden wir von Michael Kohlstruck, Mitarbeiter am Zentrum und Leiter der Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus, sowie einer kleinen Gruppe Berliner Student_Innen begrüßt. 

In einem kurzen Eröffnungsvortrag erzählte Kohlstruck zunächst von der Entstehung und der Arbeit des Zentrums. Im Anschluss referierte und kritisierte ein Mitglied der Berliner Gruppe eine Folgestudie des Zentrums, die sich mit den kritischen Reaktionen auf eine vorangegangene Studie auseinandersetzte. Ein Beitrag aus den Reihen der Bayreuther Gruppe befasste sich mit einem Vergleich der klassischen Studien zum autoritären Charakter von Adorno, Frenkel-Brunswik, Levinson und Nevitt und der aktuellen Leipziger „Mitte“-Studie von Decker, Handke und Brähler. Der Tag endete mit einem weiteren Bayreuther Beitrag, der Einblick über die Sammlung von Artikeln verschiedener Tageszeitungen mit Bezug zum Thema Antisemitismus gab. Ein gemeinsames Essen entließ in den Abend.

Der zweite Tag ließ großzügig Raum für Fragen und Diskussion zum Thema und dem am Vortag Gehörten. Viel Zeit nahm dabei die Auseinandersetzung mit den Studien des Zentrums in Anspruch, die sich hauptsächlich mit den Formen, Funktionen und entsprechenden Auswirkungen verschiedener Antisemitismusdefinitionen befassten. Ein weiteres Abendessen schloss die Exkursion ab und entließ in die freie Abendgestaltung.

Der soziologische Blick auf Gewalt 2.-4. Mai 2019Einklappen

Internationaler Workshop ‘Studying Violence‘ des International Senior Fellows Prof. Alejandro Baer fand in Thurnau statt.

Die Gewaltforschung zählt zu den bedeutenden Forschungsfeldern der Soziologie, die
ein breites Spektrum theoretischer Ansätze, methodischer Herangehensweisen und materialer Untersuchungsgegenstände umfasst. Sie reichen von den interpersonalen Formen alltäglicher Gewalt bis zu den gewaltsamen Prozessen sozialen Wandels und schließen Analysen struktureller Formen der Gewalt ebenso wie die gesellschaftlichen Folgen von Konflikten, Krieg und Völkermord ein.

Weitere Informationen finden Sie hier

Tagung Seniorengenossenschaften 26. April 2019Einklappen

Am Freitag, den 26. April 2019 fand eine öffentliche Tagung des Lehrforschungsprojektes "Stadtnetz. Zur Soziologie der Nachbarschaft" statt. Dabei wurden die Ergebnisse zur Forschung über ,Seniorengenossenschaften' vorgestellt und mit den Teilnehmer*innen diskutiert.

Deutsch-Polnische Sommerschule zum Thema „Genossenschaften“ an der polnischen Ostseeküste 8.-12. April 2019Einklappen

In der zweiten Aprilwoche dieses Jahres kamen Student*innen und Dozent*innen der Soziologie, sowohl von der Universität Bayreuth, als auch von der Partneruniversität Adam-Mickiewicz-Universität Posen (AMU), zu einer fünftägigen Sommerschule zusammen.
Anders als im Jahr zuvor fand diese an nur einem Ort statt; genauer, in der ca. 50 000 Einwohner großen Stadt Kołobrzeg. Zu Deutsch heißt sie „Kolberg“ und liegt an der malerischen Ostseeküste Polens.
Mit etwa einem Dutzend der Unsrigen brachen wir von Bayreuth aus mit unieigenen Bussen zum AMU-Seminarhaus dort auf. Vor Ort befassten wir uns dieses Mal mit dem Thema „Genossenschaften“, an das wir uns sowohl über deren utopistische Vordenker wie etwa Chesterton oder Fourier, als auch mit aktuellen lokalen Beispielen wie Konsum- und Lebensmittel-Kooperativen oder unserem derzeit noch laufenden Forschungsprojekt über, Seniorenenossenschaften‘ annäherten. Fast jede*r d er Teilnehmer*innen hielt einen derartigen impulsgebenden eigenen Vortrag. Danach hatten wir oft ausführliche Diskussionen;  die Kommunikationssprache war dabei überwiegend Englisch. Wir stellten so unter anderem fest, dass die rechtliche Situation von Genossenschaften in Polen ganz anders aussieht, im Vergleich zu derjenigen in Deutschland. Sozialgenossenschaften etwa gibt es in Polen nicht.
Wir hatten insgesamt ein sehr gut ausgeglichenes Programm, sodass es neben einem thematischen Austausch auch zu vielen Gesprächen über derzeitige deutsche und polnische Lebenswelten kam. Vor allem die gemischte Zusammensetzung aus Student*innen und Dozent*innen schien sehr anregend für die weitere akademische thematische Orientierung so macher/n Studenten/in zu sein. Bei vielen Spaziergängen am – wenn auch kalten und windigen – Ostseestrand und durch den historischen Kern der Stadt  erfuhren wir außerdem auch viel über die Geschichte der Stadt Kolberg selbst. Ein ergänzender Vortrag eines örtlichen Fischer-Vereins machte uns zudem auf die prekäre Lage der Ostsee- und Binnenfischerei in der Województwo Pomorskie (dem polnischen „Bundesland“ „Pommern“) aufmerksam. Dies verdeutlichte uns nochmals ganz konkret, aus welchen Gründen sich Menschen häufig in Genossenschaften/ Kooperativen zusammenschließen und gemeinsam handeln. Kooperieren werden die beiden Soziologie-Fachbereiche der Unis Posen und Bayreuth in Zukunft auch weiterhin. Nach solch zwei gelungenen Sommerschulen darf man wohl gespannt auf die nächste gemeinsame Veranstaltung warten!

Friedenslaboratorien in Kolumbien 3.-11.April 2019Einklappen

Bayreuther Kooperationsprojekt mit der Universidad del Valle zur ehemaligen FARC-Guerilla
Mit dem Friedensabkommen zwischen der Regierung und der FARC wurde 2016 in Kolumbien der längste und blutigste Bürgerkrieg in Lateinamerika beendet. In den vergangenen 50 Jahren sind mehr als 220.000 Menschen Todesopfer und 6,7 Millionen Flüchtlinge zu beklagen.

Weitere Informationen finden Sie hier

'Researching the Paranormal' – Exkursion der Soziologiestudierenden an das IGPP Freiburg, 17.-18. Februar 2019Einklappen

Die Soziologie erforscht nicht nur die ‘großen Fragen‘ gesellschaftlichen Zusammenlebens, sondern auch Randgebiete des Sozialen. Das Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) in Freiburg im Breisgau ist eine ebenso herausragende wie einmalige Forschungseinrichtung. Im Rahmen des Seminars ‘Ethnophenomenology – Researching Transcendence‘ von Prof. Dr. Bernt Schnettler (Lehrstuhl Kultur- und Religionssoziologie) fand im Februar 2019 eine Exkursion statt, bei dem Studierende die Arbeit des in Europa einzigartigen Instituts kennenlernen konnten.

Weitere Informationen gibt es hier


Verantwortlich für die Redaktion: Barbara Mayer

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