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Kulturwissenschaftliche Fakultät

Fachgruppe Soziologie

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Forschungsverbund Wissen und Migration (ForMig)

Videoanalyse migrantischen Wissens Fokussierte ethnografische Erhebung und videoanalytische Auswertung öffentlicher Veranstaltungen als Situationen performativer Vermittlung migrantischen Wissens

Das Projekt widmet sich aus wissenssoziologischer Perspektive der performativen Dimension migrantischen Wissens. Im Fokus stehen dabei öffentliche und halböffentliche soziale Veranstaltung im Milieu der Migration in Bayern.

Das Projekt befasst sich insbesondere mit denjenigen Wissensformen, die schwerer verbalisierbar und kaum formalisierbar sind. Zur Erschließung dieser – im weitesten Sinne – inkorporierten Wissensbestände wird mit der Videoanalyse ein methodisch neuartiger Zugang angesetzt. Dazu werden fokussierte videoethnografische Studien von sozialen Veranstaltungen durchgeführt. Soziale Veranstaltungen (im Sinne Goffmans) sind gekennzeichnet durch das situierte Zusammentreffen und Zusammenhandeln von Menschen face-to-face. Zu den hier interessierenden sozialen Veranstaltungen zählen Versammlungen, ethnisch geprägte Festivitäten und religiöse Zeremonien, die im Feld der Migration stattfinden. Das Projekt verfolgt dabei eine zweistufige Fragestellung. Erstens soll bestimmt werden, wie migrantisches Wissen im Rahmen sozialer Veranstaltungen öffentlich und halböffentlich kommuniziert und präsentiert wird. Diese wesentlich deskriptive Ebene umfasst die Bestimmung der Arten, Formen und Mitteilungsweisen migrantischer Wissensbestände. Deren Erhebung soll durch fokussierte ethnografische Beobachtungen und videografische Datensammlung erfolgen, weil sich diese Wissensbestände als verkörpertes Wissen konventionelleren methodischen Zugängen weitgehend verschließen. Dabei kommen vor allem die Interaktionsformen der Wissenskommunikation in den Blick, die videografisch erfasst und gattungsanalytisch analysiert werden. In einem zweiten Schritt soll auf dieser Grundlage eine Typologie spezifisch migrantischer Wissensformen erarbeitet werden, die sich auf diesen Kontext beziehen. Als Orte der Darstellung und Begegnungen kommt sozialen Veranstaltungen wie religiösen und zivile Festivitäten, nationalkulturellen und ethnisch geprägte Versammlungen, Treffen und informelle Begegnungen eine besondere Rolle zu. Hier finden sich sichtbare Kontakt- und Begegnungszonen, in denen sich Wissensaustausch vielfältigster Art vollzieht.

Förderung: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Laufzeit: September 2009 – August 2012

Projektleitung: Prof. Dr. Bernt Schnettler

Wiss. Mitarbeiter: Bernd Rebstein, wiss. Hilfskraft: Maria Pusoma (ehemals Marlen Rabl)

Kontakt: cultsoz@uni-bayreuth.de

Informationen zum Projektverbund ForMig

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Verantwortlich für die Redaktion: Barbara Mayer

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